Thursday, 20. January 2011  ir  ir

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Von Tirdad Bonakdar Übersetzt aus dem persischen von Amir Zaribaf Französische Intellektuelle die für dritte Welt Länder Sympathien haben und Stämme wie die der...

Von Tirdad Bonakdar

Übersetzt aus dem persischen von Amir Zaribaf

Französische Intellektuelle die für dritte Welt Länder Sympathien haben und Stämme wie die der Kurden als „die Vergessenen der Geschichte“ bezeichnen und Ihre Rechte versuchen zu verteidigen haben jedoch eine andere Meinung gegenüber Korsika und sind der Überzeugung dass 200 Jahre Jahre Zusammenleben mit den Franzosen ausreichen um sie als Französische Staatsbürger zu bezeichnen.

Der Innenminister Frankreichs lehnt es ab die Menschen in Korsika als ein „Volk“ zu bezeichnen, weil es nach seiner Ansicht gegen die Verfassung ist. Gerade weil Korsika am 14 Juli 1790 feierlich im Rahmen des Förderationsfestes als Mitglied der französischen Nation erklärt wurde. Jedes Jahr feiern die Franzosen den Eid zur Nation am 14 Juli.

Genau diese Intellektuellen vergessen aber die friedliche Koexistenz der Iranischen Ethnien seit Tausenden von Jahren. Nur Minderheiten in anderen Ländern sind zu unterstützen und nicht in Frankreich selbst. Vor 100 Jahren haben die Franzosen Minderheiten in Libanon unterstützt und heute unterstützen sie die Kurden, aber auf französischen Boden haben sie Angst vor anderen Sprachen und Dialekte.

Was oben beschrieben wurde, war eine Zusammenfassung einiger Schlagzeilen aus dem Ausland bezüglich der Bedeutung der persischen Sprache im Iran.

Das Recht Angehöriger von Ethnischer oder Sprachlicher Minderheiten hinsichtlich Unterricht der eigenen Muttersprache, ist in den meisten multisprachlichen Ländern der Welt akzeptiert. Sogar die Türkei, was bis vor 10 Jahren die Existenz der Kurden verleumdete, hat erlaubt kurdischsprachige TV-Stationen für die von überwiegend von Kurden bewohnten Gebiete zuzulassen. Aber der entscheidende Punkt ist, dass die Ethnischen und Sprachlichen Minderheiten sich von gewalttätigen Aktionen gegen die nationale Sicherheit distanzieren, und versuchen stattdessen die Regierungen von den Vorteilen von kulturellen und ethnischen Rechten zu überzeugen. Insbesondere auch, dass dieses Recht ein bedeutender Vorteil ist und eben nicht im Widerspruch zum Völkerrecht steht.

Bislang sind in Bezug auf Minderheitenrechte innerhalb von Nationalstaaten die  Bekannteste und bedeutendste Erklärung die Beschießung der Vereinten Nationen von 1992 hinsichtlich der Reglung von Rechten von Nationalen, Ethnischen, Religiösen und Sprachlichen Minderheiten*). Nach Artikel II dieser Erklärung haben Mitglieder von Minderheiten das Recht auf kulturelle Ausübung, religiöse Zeremonien, Verwendung von Sprachen in der Öffentlichkeit und Privaten. Aber im Artikel VIII dieser Erklärung steht, dass „die vorliegenden Erklärung darf nicht so interpretiert werden, dass Handlungen gegen die Ziele und Grundsätze der Vereinten Nationen, auch territoriale Integrität und politische Unabhängigkeit der Staaten legimitiert werden”.

Auch wenn einige Regierungen sich weigern einige Artikel dieser Erklärung umzusetzen und damit Gefahr laufen von den Vereinten Nationen bestraft zu werden, sind generell alle Erklärungen der Vereinten Nationen nicht bindend. Seit der Verabschiedung dieser Erklärung bis heute gab es Differenzen zwischen den Vereinten Nationen und den Mitgliederstaaten die sich weigerten diese Erklärung umzusetzen. Man kann bis heute zu dem Entschluss kommen, dass die Umsetzung dieser Erklärung mehr dazu gebraucht wird um Druck auf Regierungen der Vereinten Nationen zu üben.

Im Falle Irans sichert die Verfassung nach Artikel XV den Gebrauch von lokale Sprachen neben der Amtssprache persisch in Medien, Publikationen und Lehrmaterialien zu, zur Zeit gibt es Medien in lokale Sprachen, es gibt private Einrichtungen mit Unterricht in lokale Sprachen sowie staatliche Hochschulen (Allameh Tabatabai Universität der Literatur und Philosophie hat eine Fakultät der Türkische Sprache), die Iranischen Ethnien haben volle Rechte und Freiheiten der Ausübung  von Sprachen.

Aber auf der ersten Konvention der Minderheitenrechten ist der verbindliche Aspekt eine grundlegende Konvention zum Schutz der nationalen Minderheiten des Europarates,was in November 1994 angenommen wurde und als erstes verbindliches Dokument gilt, was auch die Rechte der indigenen Minderheiten schützt. Laut dieser Charta ist das Recht des Gebrauches von Minderheitensprachen im öffentlichen und privaten Leben erlaubt.

So wurde in europäischen Ländern ausserhalb der EU oder Beitrittskandidaten der EU beobachtet, dass kein Land bereit war ein rechtsverbindliches Dokument zur vollständigen Anerkennung der kulturellen Rechte von Ethnischen und Sprachlichen Minderheiten anzuerkennen. Aber wie kann es sein, dass in Ländern der EU diese Charta auf Akzeptanz stösste und andere Regierungen der Welt zögern oder es vermeiden diese Charta zu akzeptieren?

Roland Burton, französischer Anthropologe hat eine passende Antwort auf diese Frage: Er glaubt, dass die unveränderbarkeit der Grenzen in Europa, sogar vor dem Helsinki Abkommen von 1973 akzeptiert ist…die Kriegsära ist vorbei.. Er hat zurecht „serbischen Imperialismus“ als ein anderes Phänomen bezeichnet, das unvermeidbar in Europa war.

Deswegen wurde in Europa, in Hinblick auf ethnischem Aktivismus in den jeweiligen Nationalstaaten, der Weg für ethnischen und sprachlichen Aktivismus geebnet. Aber die Frage bleibt, ob dieser Weg auch woanders auf der Welt eingeschlagen wird. Um diese Frage zu beantworten sollte man die verschiedenen Ebenen der menschlichen Entwicklung in verschiedenen europäischen Ländern und anderen Ländern hinsichtlich der ethnischen Hintergründe und funktionellen Gruppen näher durchleuchten.

Zum Beispiel: in Ländern mit türkischen Minderheiten gibt es auch einen schleichenden Einfluss von Panturkismus mit rassistischen und  hinterlistigen Ansichten gegenüber der Türkei. Diese Bewegung versteckt sich hinter dem Argument „Menschenrechte“ zielt jedoch den Separatismus an und eine Anbindung von anderen Staatsgebieten an die Türkei (vor allem im Iran und der Republik Azarbaijan). Diese Strategie wurde schon 1974 bei der Militärinvention und der Teilung Zyperns realisiert.

Noch ein weiteres wichtiges Beispiel sollte hier erwähnt werden. Vor 2 Jahren haben einige als Anlass des internationalen Tages der Muttersprache eine Kampagne gestartet mit dem Motto „Recht auf Bildung auf der eigenen Muttersprache“. Diese Unterschriftenkampagne stiess trotz viel Werbung und gefälschte Unterschriften auf nur 10 Tausend Unterschriften, zwei Punkte müssen dabei beachtet werden.

Erstens wurde die Kampagne eben nicht „Recht auf Unterricht der eignen Muttersprache“ genannt sondern „Recht auf Bildung auf der eigenen Muttersprache“. In allen Ländern, die  Rechte von Sprachlichen Minderheiten respektieren beachten auch das „Recht auf Unterricht der eigenen Muttersprache“ . Die Bedeutung „Recht auf Bildung in der eigenen Muttersprache“ heisst soviel wie, dass die nationale Amtssprache abgeschafft wird, wobei das „Recht auf Unterricht der eigenen Muttersprache“ das Recht der sprachlichen Minderheiten eingeräumt wird, neben Unterricht der nationalen Amtssprache auch Unterricht in der eigenen Muttersprache in Schulen und Hochschulen zu haben. Dieses Recht gibt es in vielen Ländern und wird auch umgesetzt.

In der Resolution von 1992 der UN-Vollversammlung und der Kommission zum Schutz der Rechte von nationalen Minderheiten des Europarats wurde keine direkte Bezugname auf die Art und Weise von Verwendung von Minderheitensprachen in der Öffentlichkeit genommen. Die meisten Länder akzeptieren das Recht des Unterrichts der Muttersprache neben der Amtssprache. Dieses Recht gilt aber nicht in Ländern wie die Schweiz oder Belgien die zunächst Monarchien waren. Im Falle Irans gibt es das Recht auf Unterricht der eigenen Muttersprache neben der nationalen Sprache was sinnvoll und überprüfbar ist, aber das „Recht auf Bildung in der eigenen Muttersprache“ was gleichbedeutend mit der Abschaffung der Sprache der Iraner, nämlich die alte persischen Sprache ist und einen unvorhersehbaren Schaden für das Land und der territoriale Integrität bedeutet und keinesfalls zu akzeptieren ist.

Zweitens, wurde der Text dieser Kampagne in persisch und türkisch (mit lateinische Buchstaben) veröffentlich. Die Veröffentlichung von einem türkischen Text mit einer fremden Buchstabenreihenfolge ist im Iran und andere Länder unüblich und zeigt separatistische Absichten der Initiatoren dieser Kampagne. Schon allein die Anfertigung des türkischen Textes und Sammlung von Unterschriften von Separatisten und Turkmenischen Aktivisten zeigt auch die Kurdenfeindlichkeit dieser Leute und auch, dass diese Leute nicht einmal an die kurdischen Aktivisten denken wollen. Es fielen eigenartige Namen wie Atila, Ilghar und Akhtai die Teile der Initiatoren dieser Kampagne waren und noch die Tatsache unterstreichen, wie faul und rassistisch das ganze Vorhaben war.

*)http://www2.ohchr.org/english/law/minorities.htm

Originaltext in persisch: http://iranshahr.org/?p=7164

Iranpersetv

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