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Kurdistan kann sehr, sehr zufrieden sein

Nuri-al-Maliki

Welt:

“Sie wollen unser Land rauben, sie wollen unsere Kultur rauben”, ruft Mullah Zana Xayam von einem aufgeschütteten Erdhügel rund 50 kurdischen Soldaten zu. “Widerstand ist eine religiöse und nationale Pflicht!” Bei 35 Grad im Schatten läuft dem schiitischen Geistlichen der Schweiß übers Gesicht. Die Hitze, der Schmutz scheinen ihn nicht zu kümmern. Der Mullah ist aus Basra im Süden des Irak in die nördlich gelegene Autonome Region Kurdistan gereist. Er will den kurdischen Truppen, den Peschmerga, am Kontrollposten von Bartilla Solidarität zeigen. “Euch ist es zu verdanken, dass wir in dieser Ausnahmesituation noch ruhig schlafen können”, sagt der Geistliche.

Von hier aus ist es nur einen Kilometer bis Mossul, der zweitgrößten Stadt des Landes, die seit Dienstag von der Terrorgruppe Islamischer Staat im Irak und Syrien (Isis) beherrscht wird. Hier begann Isis seinen Siegeszug im Irak. Heute stehen die Milizen der Al-Qaida-Abspaltung vor der kurdischen Ölmetropole Kirkuk, kämpfen um die Geburtsstadt des ehemaligen Diktators Saddam Hussein, wollen die bei Schiiten heilige Stadt Samarra erobern und haben schon Vororte der Hauptstadt Bagdad erreicht. Isis ist auf dem Weg, ein Staatsgebiet zu erobern, und diese Herrschaft ist grausam: Augenzeugenberichten zufolge gab es Enthauptungen und Massenexekutionen.

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